Hallo, ich bin 56 und habe 2 Kinder, die noch in der Ausbildung sind.
Leider habe ich mehrere finanzielle Fehlentscheidungen getroffen, die ich in den nächsten Monaten gerne, hoffentlich mit Hilfe aus dem Finanzfahrplan, korrigieren möchte:
3 Säule 3a Policen bei der Generali am Küchentisch aufgeschwatzt bekommen und abgeschlossen (eine davon bereits gekündigt, natürlich mit Verlust)
noch eine gemischte Lebensversicherung aufschwatzen lassen, gerade mit Verlust gekündigt
vor 5 Jahren ein Verwaltungsmandat bei der Hausbank unterschrieben, auch dieses steht in roten Zahlen
lange Geld auf dem Girokonto sich selbst überlassen
Aber ich sage mir “Besser spät als nie”, und ich fühle mich schon etwas besser, seit ich diese Themen anzugehen versuche. Jetzt geht es darum, die Pensionierung gut vorzubereiten..
«Besser spät als nie» ist genau die richtige Einstellung – und mit 56 hast du noch genug Zeit, die Weichen richtig zu stellen. Was du beschreibst, höre ich leider sehr oft: Policen am Küchentisch, teure Verwaltungsmandate bei der Hausbank. Du bist damit nicht allein.
Die gute Nachricht: In den nächsten Kurswochen gehen wir genau solche Themen gemeinsam an. Wir schauen uns an, was deine bestehenden Produkte wirklich kosten, rechnen die Opportunitätskosten durch und prüfen, ob ein Wechsel Sinn macht – oder ob man bei gewissen Produkten besser durchhält. Das ist nicht immer schwarz-weiss.
Beim Depot-Check würde ich an deiner Stelle besonders genau hinschauen: Was kostet das Verwaltungsmandat wirklich (TER + Verwaltungsgebühr + versteckte Kosten) – und was hätte eine einfache ETF-Lösung im gleichen Zeitraum gebracht? Das öffnet oft die Augen - du darfst dich freuen
Die Opportunitätskosten sind interessant, klar, und ich bin schon gespannt zu lernen, was ich mit meinen noch verbleibenden 3A Versicherungspolicen am besten mache.
Ich bin mir allerdings nicht sicher, wie viel es mir bringt, zu wissen, was ETFs mir im Vergleich zum Verwaltungsmandat gebracht hätten und wie viel ich sparen hätte können, wenn ich mich damals schon mehr mit solchen Dingen befasst hätte. Denn ich würde mich wohl nur noch mehr ärgern als ich das sowieso schon tue, und denke mir, es ist besser, nach vorne zu schauen - das tut weniger weh…
Du musst auch nicht zwingend die verpasste Rendite im Detail analysieren und dir ausmalen, was du mit dem Geld hättest machen können, wenn es dich so schmerzt. Aber ein Blick auf die Gebühren (welcher zwar auch schmerzt) hilft dir und würde ich dir raten, um mit einem bewussten Entscheid und einer neuen, klaren Strategie nach vorn zu blicken.