Da würde mich interessieren, ob du nicht doch eine neue finanzierende Bank für eine gestaffelte Ablösung gefunden hättest denn im Grundsatz hätte es der Kantonalbank keine Rolle spielen sollen wenn 1. die Hypotheken fristgerecht (auf jeweiligen Ablauf) gekündigt und abgelöst werden und 2. die Sicherheit für die noch verbleibende Hypothek im 1. Rang ist. Dann hättest du meiner Meinung nach keine Vorfälligkeitsentschädigung bezahlen müssen, sondern wie erwähnt höchstens Notar- und Grundbuchamtkosten für eine allfällige Neuordnung der Schuldbriefe.
Aber im Nachhinein bringt das natürlich nichts mehr, hoffe du hattest dafür starke Konditionen bei der neuen Finanzierung Und natürlich eine bessere Beratung
Die Banken wollten alles oder nichts, mit dem Argument der alleinigen Kontrolle über die Liegenschaft zur Absicherung und akzeptierten keine Hypothek einer anderen Bank, oder nur zu ungünstigen Konditionen.
Ob das heute besser ist weiss ich nicht, ich habe gelernt, nur noch Variable über Saron (vormals Libor, haben die Banken ja nur beschissen damit und UBS wurde dafür auch gebüsst), und nur der günstigste Anbieter, alle anderen ‘Versprechungen’ kannst du in der Pfeiffe rauchen, wenn es Ernst gilt.
Die Überlegung habe ich mir natürlich auch gemacht. Aber da ich momentan selber in der Liegenschaft wohne und kein finanzieller Druck habe (Doppelbelastung o.ä.) nehme ich mir die Zeit, dies selber zu machen. Dabei werde ich auch wieder sehr viel lernen.
Sollte es wirklich auf keine Art und weise klappen, kann ich immer noch zu einem späteren Zeitpunkt einen Makler beiziehen. Der Makler macht ja im Grunde auch nicht mehr, als ich selber: Fotos von aussen und innen, eine Verkaufsbroschüre mit Objektbeschrieb, Inserat aufschalten, Besichtigungstermine koordinieren usw. Das Vertragliche läuft ja dann so oder so über einen Notar. Der Unterschied ist einfach, dass der Makler noch seine fette Provision rausnimmt.
Eine Bewertung der Immobilie kann man auch unabhängig machen lassen, die kostet dann halt. Aber ich denke, wenn, würde ich eher eine Bewertung machen lassen und dann den Verkauf selber organisieren.
Was haltet Ihr eigentlich davon, eine Liegenschaft auszuschreiben, die man noch selber bewohnt? Oder sollte das Haus für die Besichtigung besser leer sein?
Die Sache ist halt die, ich wohne momentan nirgend günstiger und ein Haus ist erfahrungsgemäss ja auch nicht in ein paar Wochen verlauft (ausser an einer absoluten Top- Lage, da habe ich in meinem Fall schon verloren). Wenn ein Käufer gefunden ist, muss der zuerst ja auch die Finanzierung sicherstellen können, da können locker nochmals 3-5 Monate vergehen. Dann würde ich, wenn ich mich mit dem Käufer auf ein Übernahmedatum geeinigt habe, immer noch genügend Zeit haben, den Umzug zu organisieren (Zwischenschritt mit Mietobjekt oder Einstellen der Möbel und Übernachtung in einer temporären Unterkunft, nötigenfalls sogar bei Verwandten, Eltern etc.) bis ich ein passendes Objekt gefunden habe.
Oder besser ausziehen damit das Haus wirklich leer ist, macht dies einen Unterschied für die Besichtigung? Ich habe dieses Haus damals leer besichtigen können. Ein anderes Objekt, dass ich angeschaut habe, aber schlussendlich nicht gekauft habe, war noch möbliert / bewohnt.
Als wir gekauft haben, haben wir sowohl möblierte und noch bewohnte wie auch leere Liegenschaften besucht. Persönlich hatten wir keine Vorliebe für das eine oder andere. Möbliert kann allenfalls Personen die sich mit räumlicher Vorstellungskraft schwer tun helfen, sich alles etwas besser vorstellen zu können.
Zeitlich kann es entweder lange dauern oder auch sehr schnell gehen. Die schnellste Finanzierung die ich jemals abgewickelt habe, kam morgens zur Akten-/Vertragserstellung rein und wurde am Nachmittag schon ausbezahlt, weil alles drum herum bereits stand, unterzeichnet und angemeldet war. So schnell gehen allerdings die wenigsten Fälle Kann aber durchaus sein, dass innerhalb einer Woche oder zwei schon alles steht und abgewickelt ist. Zu bedenken ist aber auch, dass die meisten Käufer vermutlich zur Miete leben und drei Monate Kündigungsfrist haben. Wer bereits selber ein Haus hat, sieht sich wohl in der Regel erst für ein neues Objekt um, bevor er das bestehende verkauft, weshalb es da auch weniger Zeitdruck gibt.
So oder so wünsche ich dir viel Erfolg beim Verkauf! Das Einschätzen des Verkaufspreises durch einen Profi würde ich auch empfehlen aber ob du es selber vermarktest oder vermarkten lässt ist wohl Sache der Vorliebe und/oder Kapazität die man so hat.
Jede Situation ist anders und @MagicMax und @sa.to haben beide sicherlich recht hier. Bei mir war halt die Situation, dass ich nicht mehr in der Nähe wohnte und beruflich stark eingespannt war, daher war der Makler für mich optimal. Zweiter Vorteil war: wenn nicht bewohnt und beweisbar zum Verkauf ausgeschrieben, war kein Eigenmietwert mehr fällig.
Was ich auch gelernt hatte, war der Eindruck einer Liegenschaft. Sauber und aufgeräumt im Inneren, eher keine oder nur wenige Möbel, einladend, kein Gerümpel (auch nicht im Keller) und auch aussen gepflegter Garten/Terrasse.
Kannst du schon auch bewohnt machen, dann aber mit klaren Aussagen bis wann, klarem Plan wo übergangsmässig wochen (Achtung: ein Übergang ist schnell für lange: Providurium statt Provisorium und kann selber oder das Umfeld schon strapazieren) und vielleicht schon mal unwichtiges irgendwo eingelagert.
Vielen Dank für die Tipps, @Ann Was ich zu deinem Punkt bzgl Eindruck noch anfügen würde: Die meisten Objekte die mittlerweile ausgeschrieben sind, wurden mittels KI enorm aufgearbeitet. Möbel und Co werden auf den Bildern mit ChatGPT schnell entfernt und teilweise sehe ich auch Objekte mit einem «Gestaltungsvorschlag», wo direkt im gleichen Grundriss eine gänzliche Renovation und Neueinrichtung per KI eingefügt wurde. Ich denke, Verkäufer sollten sich das heutzutage unbedingt zunutze machen. (Natürlich muss das aber immer gekennzeichnet werden und nahe an der Realität bleiben - sonst hat man nur Unmengen an verärgerten Interessenten).