🏠 Eigenheim vor 2028 – wer ĂŒberlegt auch gerade?

Ich stehe gerade selbst mittendrin: Familie gegrĂŒndet, und plötzlich dreht sich alles um Platz, Garten, Kinderzimmer.

Wer mich kennt, weiss: Ich spreche oft ĂŒber OpportunitĂ€tskosten – Immobilien vs. Aktienmarkt, Streuung und Rendite. Und rein finanziell fahren die meisten mit ETFs besser. Das ist auch weiterhin meine Überzeugung. Aber spĂ€testens jetzt, wo ich selbst Familie habe, zeigt sich immer mehr: Es gibt Argumente fĂŒr ein Eigenheim, die in keiner Renditeberechnung auftauchen. Sicherheit, StabilitĂ€t, ein Zuhause das dir gehört.

Und ich merke auch: Ich habe nicht auf alles eine Antwort. Deshalb will ich hier unser Schwarmwissen nutzen.

Die Ausgangslage ist spannend. Der Eigenmietwert wird abgeschafft – voraussichtlich ab 2028. Bis dahin kannst du Renovationen noch steuerlich absetzen.
Beispiel: Bei CHF 120’000 Renovation sind das rund CHF 36’000 Ersparnis. Danach: null.

Wer also in der Übergangsphase kauft und saniert, setzt die Kosten noch ab – und zahlt danach keinen Eigenmietwert mehr. Dieses Doppel-Fenster gibt es nur einmal.
Und gerade in Ballungsgebieten ist das relevant: Bezahlbare Neubauten gibt es kaum – was es gibt, sind Ă€ltere Objekte die eine Sanierung brauchen.

Meine persönliche EinschĂ€tzung: FĂŒr junge Familien und ErstkĂ€ufer gibt es gerade ein Zeitfenster, das es so nicht mehr geben wird. Aber ich will nicht nur meine Sicht hören – mich interessiert eure.

Was mich interessieren wĂŒrde:

  • Wer von euch hat kĂŒrzlich gekauft? Was waren eure grössten Überraschungen – positiv wie negativ?

  • Wer sucht gerade aktiv? Wo hakt es – Eigenkapital, Tragbarkeit, einfach kein passendes Objekt?

  • Wer hat bewusst entschieden, NICHT zu kaufen – und warum?

  • Wer kennt sich mit der Übergangsphase aus und hat Tipps fĂŒr andere?

Egal ob ihr Profis seid oder gerade erst anfangt euch mit dem Thema zu beschĂ€ftigen – jede Perspektive hilft. Genau dafĂŒr ist diese Community da.

Kurze Umfrage – wo steht ihr?

  • Aktiv auf der Suche
  • Möchte kaufen, aber fehlendes Eigenkapital
  • Möchte kaufen, aber Tragbarkeit ist das Problem
  • Mieten ist fĂŒr mich die bessere Wahl
  • Habe bereits Eigentum
  • Thema ist fĂŒr mich (noch) nicht aktuell
0 Teilnehmer

Ich werde die spannendsten Inputs und Learnings sammeln und im Blog oder Newsletter aufbereiten – damit alle davon profitieren. Also: Teilt unbedingt eure Erfahrungen! :slight_smile:

1 „GefĂ€llt mir“

Hallo Eric, gratuliere zum Nachwuchs!

Bzgl. Eigenheim kontra Miete
 ja, das ist fĂŒr mich ganz klar eine Entscheidung, bei der ich RenditeĂŒberlegungen beiseite schieben wĂŒrde. Sofern finanzierbar, geht es darum, was ihr euch als Familie wĂŒnscht.

Ich wĂŒrde aber nicht den Fokus auf die Abschaffung des Eigenmietwerts setzen und mich so unter Druck setzen. Denn ich habe selber schon jetzt gemerkt, dass einige Handwerker schlechter verfĂŒgbar sind, da jetzt schon mehr renoviert, etc. wird. Vermute, es wird gegen Ende noch schwieriger werden, zeitgerecht gute Handwerker zu finden und sie werden die Preise erhöhen.

Was aber fĂŒr mich als Eigenheimbesitzer sehr positiv ist und generell ein Grund pro Eigenheim: Ich kann selber entscheiden, wann ich was am Haus machen lassen will. z.B. wird als Familie wahrs. frĂŒher oder spĂ€ter ein Auto ein Thema. Das wird dann wahrs. frĂŒher oder spĂ€ter ein Elektroauto. Damit wird eine eigene Wallbox ein wichtiger Komfortfaktor. SpĂ€ter auch eine PV Anlage
 amortisiert sich gerade bei einem e-Auto viel schneller. E-Auto als Batteriespeicher nutzen ist ein weiterer Hebel. Fossile Heizung durch WĂ€rmepumpe ersetzen noch ein Hebel. Zudem gibt es im Moment noch Förderungen fĂŒr diese und andere umweltfreundliche Investitionen (unabhĂ€ngig von der Eigenmietwertabschaffung).

Ein eigenes Haus zieht immer weitere Investitionen nach sich, es ist nicht nur der Kauf am Anfang und dann die Hypokosten, Versicherungen, etc.. Man bindet sich natĂŒrlich auch an den Standort. Ich kenne kaum Leute aus meinem Umfeld, die ihr Haus nach ein paar Jahren gleich wieder verkauft haben. Aber fĂŒr mich war die UnabhĂ€ngigkeit von Vermietern bzw. Freiheit bei Entscheidungen wichtiger beim Hauskauf als RenditeĂŒberlegungen.

4 „GefĂ€llt mir“

Willkommen in der Community, @Jan – und gleich ein richtig starker erster Beitrag! :flexed_biceps:

Danke fĂŒr die GlĂŒckwĂŒnsche. Und du triffst einen Punkt, den ich so noch nicht ausreichend auf dem Schirm hatte: Handwerker-VerfĂŒgbarkeit und Preise. Wenn alle gleichzeitig vor 2028 sanieren wollen, wird genau das zum Engpass. Das ist ein super wichtiger Praxis-Hinweis fĂŒr alle, die gerade ĂŒberlegen.

Und dein zweiter Punkt ist Gold wert: Die Freiheit, selbst zu entscheiden – Wallbox, PV-Anlage, WĂ€rmepumpe, E-Auto als Speicher. Das sind alles Hebel, die als Mieter schlicht nicht möglich sind. Gerade die Kombination PV + WĂ€rmepumpe + E-Auto wird in den nĂ€chsten Jahren finanziell immer attraktiver.

Finde ich auch ehrlich gesagt den spannendsten Aspekt: Eigenheim nicht als Rendite-Entscheid, sondern als Infrastruktur-Entscheid. Du baust dir quasi dein eigenes kleines Ökosystem auf.

Meine wohl wichtigste Nachfrage an dich: Wenn du nochmal von vorne starten wĂŒrdest – was wĂŒrdest du beim Kaufprozess anders machen? Gibt es etwas, wo du sagst «das hĂ€tte mir jemand vorher sagen sollen»?

Genau solche Erfahrungen helfen hier allen enorm. Danke dir fĂŒrs Teilen! :folded_hands:

2 „GefĂ€llt mir“

Was ich so nicht erwartet hÀtte: Eine Eigenheimentscheid ist in der Regel ein langfristigerer Entscheid, als man vielleicht anfangs denkt. Man bleibt normalerweise sehr lange dort (fast ein Leben lang?) und investiert immer mehr, auch wenn man das anfangs gar nicht vor hatte.

Speziell mit Kindern lernen diese die Nachbarskinder kennen / spÀter Schulkollegen und es wird so auch vom sozialen Netz her immer schwieriger, einfach so mal das Haus wieder zu verkaufen und in ein neues zu ziehen (wenn man denn eins findet).

Ich hatte zuerst gedacht, mein erstes Haus sei nur ein Zwischenschritt und ich wĂŒrde es in ein paar Jahren wieder verkaufen und eines mit grösserem Garten / etc. dafĂŒr kaufen. Das ist nun 17 Jahre her


Letztendlich wollte ich es gar nicht mehr verkaufen. Ich war und bin nun zufrieden mit dem kleinen Garten, die Nachbarschaft ist super, ich habe viele Anpassungen an Haus und Garten gemacht und bin zufrieden. (und meine Frau hat immer noch stÀndig neue Ideen
 :wink: )

Von dem her wĂŒrde ich sagen: FĂ€llt den Entscheid fĂŒr ein Eigenheim nicht unter Druck. 30-40’000 sparen durch Abzug der Investitionen klingt super, aber ĂŒber die Jahre/Jahrzehnte umgelegt, die ihr dort wohnen werdet, ist das wieder nicht so viel.
Falls ihr einen langen Atem habt: Evtl. werden nach der Abschaffung des Eigenmietwerts die Preise fĂŒr Eigenheime wieder etwas sinken, da die Invest.kosten und Hypothekarzinsen nicht mehr abgezogen werden können und dadurch die Nachfrage wieder etwas zurĂŒckgeht.
Ausserdem werden dann die Handwerker wieder besser verfĂŒgbar sein und sie keine Mondpreise mehr verlangen können
 ich erwarte da einen regelrechten Nachfrageeinbruch an Renovationen, etc. 
und das wĂ€re eigtl. genau der richtige Zeitpunkt, um ein Haus zu erwerben und nervenschonend mit zuverlĂ€ssigen Handwerkern zu renovieren.

3 „GefĂ€llt mir“

Zu deiner Frage, ob ich etwas anders gemacht hÀtte: Nein, eigtl. nicht.

Aber einen Tipp habe ich: falls ihr wirklich an einem Objekt interessiert seid, v.a. bei Àlteren HÀusern oder wenn euch bei der Besichtigung etwas komisch vorkommt: Sagt, dass ihr interessiert seid, aber gerne die Investitionskosten genauer abschÀtzen können wollt. Und dass ihr daher mit einem eigenen Gutachter vorbeikommen wollt.

Das hatte ich damals gemacht, weil der EigentĂŒmer selber beim Bau Hand mit angelegt hatte und z.B. der Verputz nicht ĂŒberall sauber war, oder die Platten nicht ganz sauber verlegt (wobei ich sowieso andere wollte
), etc. kleinere MĂ€ngel.

Der Experte hat mir dann bestĂ€tigt, dass die Bausubstanz und AusfĂŒhrung grundsĂ€tzlich ok sind. Einfach beim Feinschliff am Ende wurde nicht immer so exakt gearbeitet, wie sonst in der Schweiz ĂŒblich.
Er hat mir eine Liste mit allen MĂ€ngeln genannt und eine grobe SchĂ€tzung, was das zur Behebung kosten wĂŒrde. Und das habe ich dann zum PreisdrĂŒcken genutzt. Hat funktioniert. Und danach habe ich nach und nach die MĂ€ngel behoben.

Ob das heute noch funktioniert
 keine Ahnung
 oder ob der VerkÀufer dann halt einfach dem NÀchsten verkauft, der sich nicht informiert hat?

3 „GefĂ€llt mir“

Danke dir, @Jan – gleich zwei richtig wertvolle Antworten. :folded_hands:

Dein Punkt mit dem «Zwischenschritt, der keiner war» – genau diese Diskussion fĂŒhren wir als Familie gerade. Wir sehen Objekte, die gut sind, aber nicht das, wo wir uns langfristig sehen. Und da stellt sich genau deine Frage: Kauft man «erstmal was» und wechselt spĂ€ter? Deine Erfahrung bestĂ€tigt, was wir auch spĂŒren – man wechselt so schnell nicht mehr. Kinder, Nachbarschaft, das wĂ€chst zusammen. Und der ganze Aufwand drumherum, Notarkosten, HandĂ€nderungssteuer, erneute Suche – das ist nicht mal eben gemacht. Lieber einmal richtig als zweimal halbherzig.

Und der Tipp mit dem eigenen Gutachter – genau das ging mir auch durch den Kopf. Ich kenne mich mit ETFs und Vorsorge aus, aber bei Immobilien? Da steht man vor einer Investition von mehreren Hunderttausend Franken und soll nach zwei Besichtigungen ein Angebot abgeben. Ohne jemanden, der wirklich beurteilen kann, was hinter den WĂ€nden steckt. Das fand ich schon immer etwas verrĂŒckt. Dass du damit sogar den Preis verhandeln konntest, macht es doppelt wertvoll.

An alle Mitleser: Hat jemand Ă€hnliche Erfahrungen gemacht – oder andere Tipps aus dem Kaufprozess, die man vorher nirgends liest? Genau solches Praxiswissen ist Gold wert. :slight_smile:

2 „GefĂ€llt mir“

Wir hatten das GlĂŒck 2019 bei einem Neubauprojekt ein Reiheneinfamilienhaus fĂŒr uns zu reservieren, das 2021 fertiggestellt wurde. Tolle kinderfreundliche Siedlung und meiner Meinung nach gutes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis. FĂŒr das Haus inkl. Mehrkosten (insbesondere teurere KĂŒche, BĂ€der und mehr Plattenboden anstatt Parkett, sowie Deckenspots und anderes) und einem Einstellhallenparkplatz haben wir 956’000.- bezahlt. Das Nachbarshaus wurde letztes Jahr fĂŒr 1’300’000.- ausgeschrieben, ein Haus das zwei Jahre Ă€lter ist und in der selben Siedlung auch letztes Jahr fĂŒr 1’400’000.- und eine Eigentumswohnung ist auch fĂŒr 1’400’000.- ausgeschrieben. Soweit ich das aus Fotos beurteilen kann, sind diese Liegenschaften nicht mehrere hunderttausend mehr Wert als wir “damals” bezahlt haben. Das einfach zum zeigen, wie krass die Wertsteigerung offenbar in den letzten Jahren war.

Mein Eindruck war, dass oft einiges an Zeitdruck was das Aussuchen von allem möglichen angeht besteht. Armaturen, welche “BrĂŒnneli”, was fĂŒr eine KĂŒchenarbeitsplatte, welche GerĂ€te, wieviele Steckdosen (man kann nie genug haben!) usw. Da kann man schnell mal ĂŒberfordert werden, wie ich finde.

Vieles fĂ€llt auch erst auf, wenn man mal drin wohnt. Zum Beispiel wie unpraktisch es ist, Fensterfronten im 2. Stock zu putzen, wenn man kein GerĂŒst hat oder nicht jedes Mal jemanden damit beauftragen will. Oder dass ein Deckenlicht direkt ĂŒber der Treppe auch sehr schwer zu reinigen ist und im Sommer sehr viel Tageslicht in den Flur einlĂ€sst, das dann die Kinder beim einschlafen stören kann. Fazit, perfekt wird man wohl nie alles treffen, aber wenn man sich wohl fĂŒhlt und sich das Haus oder die Wohnung auch wie ein Zuhause anfĂŒhlt, reicht das, wie ich finde.

Unterm Strich zahlen wir jetzt wohl etwa die HĂ€lfte einer Miete fĂŒr etwas Ă€hnliches oder eine passende Wohnung. Die Kosten von GebĂ€udeversicherung, Zinsen, Nebenkosten belaufen sich auf ca. 1’500.- pro Monat, hinzu kommen Liegenschaftssteuern von ca. 800.- p.a. Was allerdings eben auch an uns hĂ€ngen bleibt und mit zunehmendem Alter auch öfter vorkommen wird, sind Kosten fĂŒr die Instandhaltung. Ebenfalls haben wir rund 25’000.- mehr Einkommen p.a. zu versteuern, was auch ins Geld geht. Das wird ja aber bald abgeschafft.

Das alles als Info fĂŒr interessierte, um mal reale Zahlen zu sehen :slight_smile:

3 „GefĂ€llt mir“

Das sind sehr spannende Einblicke - und genau diese echten Zahlen und Erfahrungen sind extrem wertvoll, vielen Dank fĂŒrs Teilen @sa.to ! :slight_smile:

PS. Das mit den Steckdosen höre ich von allen, die selbst gebaut haben :smiley: und das mit den Fenstern ist auch ein sehr wertvoller Hinweis, danke dir vielmals!

1 „GefĂ€llt mir“

Das mit dem Zwischenschritt ist nur möglich, wenn du Millionen auf dem Konto hast.
Die meisten, welche ein Eigenheim kaufen, finanzieren ja dieses ĂŒber eine Hypothek. Und wenn du eine Belehnung der Bank fĂŒr das Objekt a) hat und dann aber nach ein paar Jahren dich Objekt b) anlĂ€chelt, stehst du möglicherweise vor folgendem Dilemma:

  • Du musst Objekt a) verkaufen, damit du dir Objekt b) leisten kannst
  • Der Zeitpunkt, das Objekt a) verkaufen zu können und der spĂ€teste Zeitpunkt fĂŒr den Bezug des Objekt b) passt nur in den wenigsten FĂ€llen genau zusammen. Gehen wir davon aus, dass der VerkĂ€ufer vom Objekt b) mehrere Interessenten hat. Von denen, welche in Frage kommen, hat es solche darunter, welche derzeit zur Miete wohnen (also ErstkĂ€ufer) mit einer FinanzierungsbestĂ€tigung und dann kommst du und musst zuerst einen KĂ€ufer fĂŒr dein Objekt a) finden, um ĂŒberhaupt ins Rennen steigen zu können. Der VerkĂ€ufer hat unter UmstĂ€nden auch einen Zeitplan, bis wann er das Objekt verkauf haben möchte und dann hast du unter UmstĂ€nden in deiner Situation schlicht die schlechteren Karten

Die Sache ist zwar nicht komplett aussichtslos, aber dennoch eine grosse Herausforderung. Je nach dem, wie gut die Beziehung mit der finanzierenden Bank ist, gibt es in einer solchen Situation einen Hoffnungsschimmer. Das Zauberwort lautet: Zwischenfinanzierung. Hier ist man aber einfach quasi auf die Kulanz bzw. das Goodwill der Bank angewiesen! Der Grund ist simpel: Man ist, (jedenfalls in der Regel) ĂŒber eine gewisse Zeit lang ĂŒber seine TragfĂ€higkeit hinaus belehnt, bzw. verschuldet und gerade in Zeiten wie diesen, wo man immer wieder lesen kann, dass die Banken generell restriktiver bei der Vergabe von Hypotheken geworden sind, wohl nicht gerade eine komfortable Ausgangslage.

Aber eben, wenn jemand richtig Geld und das nötige Einkommen hat, dann kann ein solcher Wechsel wohl relativ einfach gemacht werden. Er / Sie könnte sich mit entsprechend hohem Einkommen, verbunden mit dem nötigen Eigenkapital entweder 2 Hypotheken leisten, oder einfach die Hypothek von Objekt a) amortisieren und dann eine neue Belehnung auf Objekt b) machen. Das Objekt a) kann er dann entweder behalten und vermieten (=regelmÀssige Mietzinseinnahmen), oder aber verÀussern, ganz ohne Stress und Druck. Aber ich denke, in der RealitÀt sieht dies anders aus, ich kenne keinen Familienvater, welcher 2 Hypotheken gleichzeitig stemmen könnte, oder die erste Hypothek nach ein paar Jahren einfach abbezahlen könnten.

Fazit: FĂŒr das normale Fussvolk gilt: Einmal gekauft, ist gekauft.
Ein Wechsel geht nur entweder mit viel GlĂŒck und perfektem Timing (was man wohl in den seltensten FĂ€llen hinkriegen wird), dem Goodwill der Bank fĂŒr eine Zwischenfinanzierung oder ĂŒber einen Zwischenschritt: Objekt a) verkaufen → in ein Mietobjekt ziehen → Objekt b) kaufen und ĂŒber die Bank finanzieren lassen.

Daher wĂŒrde ich den Kaufentscheid reiflich ĂŒberlegen und nur dann zuschlagen, wenn du wirklich ĂŒberzeugt bist, das fĂŒr Euch richtige Objekt gefunden zu haben.

2 „GefĂ€llt mir“

Spannende Diskussion.

Ich habe kĂŒrzlich eine Ă€ltere Liegenschaft gekauft, mit der Absicht, sie mit viel Eigenleistung zu sanieren. Damals war noch unklar, wie sich der Eigenmietwert entwickeln wĂŒrde. Ich lebe allein und habe zuvor immer zur Miete gewohnt.

RĂŒckblickend muss ich mir eingestehen, dass ich bei meiner Entscheidung wichtige Punkte zu wenig berĂŒcksichtigt habe. Der Entscheid fĂŒr Wohneigentum ist oft emotional: endlich EigentĂŒmer sein, frei entscheiden können, kein Vermieter mehr. Bei mir kamen persönliche GrĂŒnde dazu, da ich die Nachbarschaft gut kenne und schĂ€tze. Dadurch habe ich andere entscheidende Faktoren ausgeblendet und das Ganze als grosse Chance gesehen.

Heute bereue ich den Entscheid. Schon kurz nach dem Einzug merkte ich, dass ich mich im Haus nicht wohlfĂŒhle. Hauptproblem ist die Lage: direkt an einer stark befahrenen Hauptstrasse mit viel LĂ€rm und Sicherheitsrisiken, zusĂ€tzlich eine nahe Bahnlinie. Im Winter geht es noch, aber im Sommer wird das schlecht isolierte Haus zur Hitze-Falle. Dazu kamen unerwartete Probleme wie nicht trinkbares Wasser.

Die Situation belastet mich auch psychisch stark. Ich habe alle SanierungsplÀne gestoppt und festgestellt, dass ich neben einem 100%-Job nicht der Typ bin, der abends und am Wochenende noch renoviert. Hilfe von Freunden ist meist weniger verlÀsslich als gedacht.

Als Mieter wĂ€re ein Umzug einfach: kĂŒndigen und weiterziehen. Mit Eigentum ist das komplizierter. Mein Ziel wĂ€re, weiterhin im Eigentum zu wohnen, aber das Geld ist im aktuellen Objekt gebunden. Eine Übergangsfinanzierung ist unsicher, auch wenn meine Bank grundsĂ€tzlich gesprĂ€chsbereit wĂ€re – hier ist ein persönlicher Ansprechpartner klar ein Vorteil.

Mein nĂ€chster Schritt wird der Verkauf sein. Ich suche bereits nach etwas Neuem, was derzeit nicht einfach ist. Makler möchte ich vermeiden, daher werde ich den Verkauf selbst organisieren. Wahrscheinlich fĂŒhrt kein Weg an einer Zwischenlösung mit Mietwohnung und zweimaligem Umzug vorbei, auch wenn ich beruflich viel von zuhause arbeite.

Die Situation ist unangenehm und hat auch finanzielle Aspekte (Steuern, GebĂŒhren). Positiv ist nur, dass ich viel gelernt habe und nun genau weiss, was ich will – und vor allem, was fĂŒr mich ein No-Go ist.

Mein Appell an alle, die mit einem Kauf liebÀugeln:
Überlegt es euch sehr gut. Seid zu 100% ĂŒberzeugt, besser zu 200%. Erstellt eine klare Liste mit Must-haves und prĂŒft besonders die Lage genau. Nehmt euch Zeit vor Ort und entscheidet nĂŒchtern, nicht emotional.

Ich habe daraus viel gelernt – auch wenn es ein teurer Lernprozess war.

4 „GefĂ€llt mir“

Mega, danke @MagicMax fĂŒr diese ehrliche Schilderung – genau solche BeitrĂ€ge machen diese Community so wertvoll. Klar, die Situation ist nicht angenehm. Aber du weisst jetzt glasklar, was du willst und was nicht – das ist beim nĂ€chsten Kauf unbezahlbar. Und dass du die Reissleine ziehst statt jahrelang unglĂŒcklich zu bleiben, finde ich stark.
Vielen Dank fĂŒr diesen ehrlichen und extrem hilfreichen Einblick!

2 „GefĂ€llt mir“

Meine kleinen Erfahrungen und Meinungen zum Thema (oft deckungsgleich mit anderen Texten hier und insbesondere denen von @MagicMax )

Ich hatte 10 Jahre lang ein Einfamilienhaus, sehr jung gekauft in den 90ern. War eine gute Sache und sicher auch ‘lohnenswert’, weil gĂŒnstiger als mieten und auch eine unbezahlbare Erfahrung fĂŒr mich.

ABER:

  1. Ich bekam den Streit unter Nachbarn mit als Zuschauerin, die gingen bis vor Gericht wegen absoluten Kleinigkeiten, die Hölle fĂŒr die Beteiligten, beste Unterhaltung fĂŒr mich.
  2. Zahlten wir teilweise 7%(!) Hypozins, viele hatten kein Geld mehr fĂŒr gescheites Essen, geschweige den fĂŒr Ferien.
  3. Es war Immobilien-Krise, ich kaufte aus Versteigerungsverwertung der damals Hypo gebenden Bank (fun fact: diese Bank gibt es nicht mehr und auch die Nachfolgebank nicht mehr!). Ich bezahlte etwa 25-30% unter Wert!
  4. Haus aus persönlichen GrĂŒnden nach 10 Jahren wieder verkauft. Gewinn 0.-, keinen Anstieg der Immopreise fĂŒr ganze 10 Jahre und das obwohl zu sehr tiefem Preis gekauft (Vorteil: keine Gewinnsteuer).
  5. Die KÀuferfamilie hat jetzt sicher in den vergangenen 30 Jahren eine Wertsteigerung von 200-300% verzeichnet, was ich ihnen von Herzen gönne.

Learnings fĂŒr mich:

  1. Ging fĂŒr mich nur gut aus, weil ich nicht an die Grenze der Finanzierung gegangen bin. Also fĂŒr mich gilt daher (ja, sehr bitter und unrealistisch, ich weiss): Eigenheim darf nicht mehr als 50% der Mittel verschlingen! Also lieber 40% anzahlen, statt eine Bank suchen, die mit 15% Eigenmittel zufrieden ist und wirklich sauber rechnen! Es ist wie mit der Inflation: sie ist nun mal bei 2.4% pro Jahr in der Schweiz und zwar ĂŒber 10 Jahre, 30 Jahre und auch 50 Jahre. Und trotzdem behauptet jede Bank 1 oder 1.5% wĂŒrde fĂŒr die Berechnung reichen! Wie blauĂ€ugig sind wir alle!
  2. Das Objekt muss zu 100% passen, einen sofort anspringen und augenblicklich glĂŒcklich machen. Wenn ich Plus/Minus-Listen mache ist es schon falsch, Finger weg! Entscheiden unter Zeitdruck sowieso und erst recht, nur weil es die Kolleginnen auch machen!
  3. FĂŒnfmal zu verschiedenen Tageszeiten hingehen und in der NĂ€he auf eine Wiese setzten: Zeit lassen, Sonnenstand, VerkehrslĂ€rm (FluglĂ€rm z.B. kann sehr unterschiedlich sein und das wissen die VerkĂ€ufer), Stimmung im Quartier fĂŒhlen, etc.)
  4. Eigenheim ist kein Investment! Laut vorlesen: Eigenheim ist kein Investment! Vermietete Immobilien schon.
  5. Keine gestaffelten Hypotheken (Trick der Banken), es verhindert die reibungslose Ablösung bei besserem Hypo-Angebot oder beim Verkauf (warum? weil kein neuer Finanzierer nur einen Teil der Immobilie als Pfand akzeptiert, logisch, wird aber absichtlich verschwiegen)
  6. Konsequent gĂŒnstigste Finanzierung wĂ€hlen, keine Festhypo (maximal am Anfang wenn’s ganz knapp mit dem Budget ist, aber eigentlich nicht, siehe Punkt 1).
  7. Hey, das ist nur 30 Jahre her! Auch damals sprach man von knappem Boden und zuviel Zuwanderung! Auch damals MUSSTE jeder sofort kaufen! Auch damals hörte man: es kann nur aufwÀrts gehen mit den Preisen!
  8. Der Verkauf meines Hauses dauerte ĂŒber ein Jahr (der Kauf nur eine Woche!), nur dann kein Problem, wenn man sich das leisten kann, sonst halt zusĂ€tzlicher Verlust durch Zeitdruck!

Ich lebe fein und zufrieden zur Miete, Kauf nicht ausgeschlossen, aber eben, nur wenn alles passt, sonst bin ich viel flexibler und Fehler irgendwelcher Art können durch einen Umzug beseitigt werden (ich ziehe auch nicht gerne um, aber hey, ist ein sehr kleines Übel gegenĂŒber ‘Gefangenschaft’ mit Streit oder LĂ€rm oder BaumĂ€ngel oder zu langem Arbeitsweg oder ewig blockiertem Geld! Wenn morgen die Wahsinns-Immobilie meinen Weg kreuzt bin ich bereit, aber vielleicht braucht es zuerst einen Crash oder es wird sowieso wieder alles anders
 :sweat_smile: Wer weiss das schon, wir neigen einfach zu sehr dazu, nur die letzten 10 Jahre als Massstab fĂŒr die Zukunft zu nehmen
 (Zitat bei jeder Krise: Das konnte wirklich niemand vorhersehen!).

Lasst euch euer Eigenheim nicht ausreden wenn es ein LEBENS-ZIEL von euch ist, aber bitte mit Verstand, ganz viel Verstand!

4 „GefĂ€llt mir“

Schade fĂŒr dich, hoffe du kriegst die Kurve. Aber viel zu lernen fĂŒr potentielle KĂ€ufer: gerade auch das mit der psychischen Belastung wenn etwas nicht passt mit der Immobilie und da kann es 100 GrĂŒnde geben, nicht nur MĂ€ngel und Nachbarn. Und eben, du musst alles machen und dich um alles kĂŒmmern, der Mieter ruft einfach die Verwaltung an, wenn etwas nicht stimmt.

Nur eine kleine andere Meinung: ich glaube nicht, dass ich damals den Verkauf des Hauses ohne Makler geschafft hĂ€tte. Ja kostet Geld, aber hast du Zeit 20x fĂŒr Besichtigungen hinzufahren? Kannst du den Preis wirklich beurteilen? Hast du das Netzwerk fĂŒr potentielle KĂ€ufer? Fazit: guter Makler ist beim Verkauf Gold wert!

1 „GefĂ€llt mir“

Wow @Ann , das ist Gold wert – vielen Dank fĂŒr diesen ehrlichen und ausfĂŒhrlichen Einblick! :folded_hands:

Besonders der Tipp mit dem «fĂŒnfmal hinfahren und auf eine Wiese setzen» ist genial. Genau das habe ich mit meiner Frau auch schon besprochen – verschiedene Uhrzeiten, verschiedene Wochentage. Aber man hört das so selten als konkreten Ratschlag. Allein dafĂŒr lohnt sich dein ganzer Beitrag.

Und «Eigenheim ist kein Investment – laut vorlesen!» sollte man jedem angehenden KĂ€ufer an die Wand hĂ€ngen. :grinning_face_with_smiling_eyes:

Noch ein Tipp, den ich aus GesprĂ€chen mit Maklern und Finanzplanern kenne: Vor dem Kauf unbedingt mit den kĂŒnftigen Nachbarn reden. Einfach mal klingeln, sich vorstellen, fragen wie das Quartier so ist. Man erfĂ€hrt in 10 Minuten Smalltalk mehr als in jedem ExposĂ© – und merkt schnell, ob die Chemie stimmt.

Zum Thema Makler beim Verkauf kann ich das aus GesprĂ€chen mit anderen nur bestĂ€tigen: Gerade bei einem Erstverkauf spart ein guter Makler oft mehr, als er kostet – sei es bei der PreiseinschĂ€tzung, den Verhandlungen oder einfach dem Zeitaufwand.

FĂŒr so wertvolle BeitrĂ€ge wie deinen gibts bei uns ab sofort das :key: Insider-Tipp Badge – du bist die Erste, die es erhĂ€lt. Mehr als verdient! :military_medal:

5 „GefĂ€llt mir“

Interessantes Thema.

Ein selbstgenutztes Eigenheim sollte aus meiner Sicht nicht auf die “RenditeprĂŒfbank” gelegt werden. Da sind so unedlich viele Punkte, warum sich das Objekt “rentiert” oder eben auch nicht und die meisten davon sind wohl eher nicht finazieller Natur. Es darf und sollte aber selbstverstĂ€ndlich auf Machbarkeit geprĂŒft werden.

Damals haben wir kurz vor dem echten Kauf einen möglichen Kauf mal mit der Bank durchgespielt. Quasi, was wĂ€re wenn und so einen Eindruck bekommen, was drinliegt. Dieses Vorgehen half uns dann, als ein ernstzunehmendes Objekt am Horizont auftauchte. Meistens muss die FinanzierungsbestĂ€tigung der Bank dann doch recht schnell vorliegen, weil oft andere auch Interesse haben. Dennoch sollte man sich nicht stressen. Wir haben sehr viel Zeit alleine dort verbracht, hĂ€tten sogar mal ĂŒbertnachten dĂŒrfen. Wir schauen uns insbesondere auch die Grundenergie an und natĂŒrlich gehört ein Gutachten einer neutralen Fachperson unbedingt dazu! Hier darf nicht gespart werden um möglichst keine bösen, teuren Überraschungen zu entdecken im Nachhinein.

Niemals wĂŒrden wir fĂŒr ein Haus bieten, das haben wir uns vorgenommen. Es ist einfach nicht unsere Art. Und nie ist es PERFEKT. Das muss es auch nicht sein, um trotzdem gut zu werden. Schliesslich kann man als EigentĂŒmer dann auch die fĂŒr sich notwendigen Anpassungen machen. NatĂŒrlich muss, wenn Renovationen bevorstehen, das Budget nach dem Kauf noch da sein. Und es wird immer massiv teurer als man erst dachte. Das ist wohl unser grösstes Lernfeld. Ein Zimmer neu verstromern, 2000.-, locker.

Wir haben als Handwerker viel selbst gemacht. Sehr viel. DafĂŒr selten Ferien. Wir lieben das. Ich habe mir das Verputzen mit Naturmaterialien angeeignet und so haben wir ein unschlagbar angenehmes Wohnklima geschaffen mit Lehm- und KalkwĂ€nden. Herrlich! Feuer als WĂ€rmequelle darf bei uns auch nicht fehlen.

Das erste Haus haben wir halb renoviert verkauft und unsere Eigenleistung darin sauber eingerechnet. Hier wurde eine solche Übergangssituation von Jemandem geschildert. Das lĂ€sst sich nur mit einer guten Beziehung zur Bank so machen. Da muss alles stimmen und viel gegenseitiges Vertrauen vorliegen. Es hat einfach ein anderes, recht grosses Projekt auf unserem Pfad gelegen und so haben wir uns fĂŒr diese erst etwas komplizierte Rochade entschieden. Und dann mit Renovieren wieder fast von vorne begonnen. Dieses selbst gestalten können wĂŒrden wir nie mehr hergeben wollen und es zahlt sich, wenn man qualitativ auf einem hohen Niveau mit sauberem Material arbeitet auch ordentlich aus. Der Wert der Liegenschaft steigt, man besitzt davon stetig mehr. In unserem Fall in etwa 50%.

Bez. Renovationsgeld von den Steuern abziehen, haben wir in den letzten Jahren viel davon profitiert und da wir ĂŒber Jahre gebaut haben, eigentlich praktisch keine Steuern mehr bezahlt dadurch. Nun sind die grossen Renovationen abgeschlossen und bald können wir von der Streichung des Eigenmietwertes profitieren. Das war jetzt einfach GlĂŒck. Jedoch denke ich nicht, dass es sich lohnt, auf solche Dinge aktiv zu schauen. Klar, wer jetzt noch was renovieren möchte ist gut beraten es vor 2028 noch zu tun. Aber das Geld muss auch da sein und eben auch die guten Handwerker.

Unsere Herausforderung ist derzeit, dass praktisch unser gesamtes Vermögen im Haus steckt. Das ist keine gute Verteilung. So können wir nicht so gut anderswo investieren. Wir ĂŒberlegen, ob es Sinn machen könnte, etwas PK-Geld rauszunehmen und in die Hypothek zu stecken um mehr flĂŒssige Mittel zu haben, die wir an der Börse investieren können. Vielleicht mag sich dazu Jemand Ă€ussern? Da wĂŒrden wir manches anders verteilen wenn wir zurĂŒck könnten. Und natĂŒrlich das Töpfesystem VON ANFANG AN einfĂŒhren.

Das Thema Eigenheim: Extrem individuell!

Allen, die auf Hauskaufsuche sind wĂŒnsche ich viel GlĂŒck, besonnenes Vorgehen, gute Beziehungen und auch eine Priese Mut. Herzlich, Anna Mela

3 „GefĂ€llt mir“

Das Thema Makler ist aus meiner Sicht auch individuell. Wir haben jeweils ohne Makler verkauft und gekauft. Von guten, verschiedenen Maklern haben wir lediglich den Preis einschĂ€tzen lassen und haben sie dafĂŒr bezahlt. So wussten wir in etwa, wo die ganze Geschichte hinfĂŒhrt. Es ist möglich ein Haus selbst zu verkaufen/kaufen, aber nicht fĂŒr alle und in jeder Situation. FĂŒr manche bietet ein Makler auch eine Art Sicherheit, dass alles gut ĂŒber die BĂŒhne geht. Aber ja, das kostet


3 „GefĂ€llt mir“

Danke @AnnaMela fĂŒr diesen super Einblick! :folded_hands:

Der Tipp mit dem «Kauf vorab mit der Bank durchspielen» ist sehr praktisch – wenn es dann ernst wird, bist du vorbereitet und kannst schnell handeln. Das unterschĂ€tzen sicherlich viele.

Und das Thema Gutachten durch eine neutrale Fachperson: Absolut. Die paar hundert Franken können einem Zehntausende ersparen.
Beim Auto-Kauf fahren viele zu einer unabhĂ€ngigen TCS-PrĂŒfung, bei Immobilien sollte es nicht anders sein :slight_smile:

1 „GefĂ€llt mir“

Toller Austausch und viele wertvolle Tipps die hier preisgegeben werden! :grin:

Ann’s Anmerkung zur gestaffelten Finanzierungsablösung muss ich allerdings widersprechen. FĂŒr alle Banken kann ich logischerweise nicht sprechen aber bis und mit 2024 wurden bei der Valiant regelmĂ€ssig gestaffelte Ablösungen von Hypotheken bei anderen Banken gemacht, sicher auch noch heute (aber da ich nicht mehr dort arbeite, weiss ich es nicht sicher :wink:). Wenn eine Hyp in einem halben Jahr und eine zweite erst in 3 Jahren ablĂ€uft, dann haben wir das als ich noch dort gearbeitet habe gestaffelt abgelöst. Allerdings sind dadurch öfters mal Kosten fĂŒr Neuordnungen von Schuldbriefen fĂŒr die Kunden entstanden, denn ohne Sicherheit geht bei Banken nix.

1 „GefĂ€llt mir“

Hallo zusammen

Ich mache mir auch einige Gedanken zum Eigenheim. Einige Eckdaten von mir: Wir sind eine sechsköpfige Familie in einer 4 1/2 Zimmer- Mietwohnung meiner Mutter. Wenn wir möchten, könnte ich einen Erbvorbezug mache, sodass die Wohnung uns gehören wĂŒrde. Was aber in meinen Augen dagegenspricht sind folgende Punkte:

  • Da wir nur ein Einkommen haben, zahlen wir relativ wenig Steuern, dass wĂŒrde sich bestimmt Ă€ndern.
  • Auch aufgrund des Einkommens, erhalten wir KrankenkassenvergĂŒnstigung, das wĂŒrde wahrscheinlich auch wegfallen.
  • Und drittens, wenn die Kinder studieren möchten, wĂŒrden wir wahrscheinlich kein Stipendium erhalten.

Sind meine Gedanken dazu richtig, oder was wisst ihr dazu?

Lobenswert fĂŒr die Valiant (halte sie sowieso fĂŒr eine hervorragennde Allrounderbank), wenn das immer noch so ist. Ich musste damals eine sehr hohe ‘VorfĂ€lligkeitsentschĂ€digung’ bezahlen (an eine Kantonalbank) und nur durch ein ziemlich hartes Schreiben an die Direktion, mit dem Argument der falschen Beratung, konnte ich das halbwegs reduzieren. :folded_hands:t2: :innocent:

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