Dazu ist zu sagen, dass die Studie von der Bank von Roll mitfinanziert wurde. Trotzdem finde ich sie recht spannend. Das Rebalancing je nach Kurs der Aktien mit Gold tönt sinnvoll, ich frage mich jedoch ob das monatliche Rebalancing nicht teurer kommt, als die Rendite. Ich würde das Rebalancing eher in den monatlichen ETF Kauf integrieren, als ETF umzuschichten.
Ist jemand in Gold ETF investiert, wie hoch ist euer Goldanteil im Portfolio und welchen Gold ETF habt ihr gewählt?
Bin gespannt auf eure Antworten. Herzliche GrĂĽsse
Ja, das habe ich, sehr, sehr guter Bericht by the way. Ich bin gwundrig, wie die Community zu dem Thema in Gold investierten steht und welche ETF bevorzugt werden und wieso
Finde die Studie auch spannend – aber man muss sie richtig einordnen: Die höheren Goldanteile funktionieren nur mit konsequentem Rebalancing und gewissen Szenarien (v. a. 70er Jahre) . Ohne das ist der Goldanteil laut Studie teils sehr gering.
Spannend fand ich auch die Details dahinter:
Der höhere Goldanteil kommt nicht, weil Gold plötzlich «besser» ist, sondern weil
bei Rebalancing Gold aktiv als Gegengewicht zu Aktien genutzt wird
und durch Steuern Aktien/Obligationen relativ unattraktiver werden (Dividenden/Zinsen steuerpflichtig, Gold nicht)
Auch der «Home Bias» spielt rein: Wer stärker auf CH-Aktien setzt (stabiler), braucht tendenziell weniger Gold als Stabilisator.
Genau deshalb bin ich bei monatlichem Rebalancing eher skeptisch – in der Praxis frisst das schnell Kosten und macht unnötig viel Komplexität.
Für mich ist Gold eher eine «stille Reserve» im Portfolio:
kleiner Anteil, wenig Umschichten, Wirkung vor allem in Krisen (aber wie man aktuell merkt: ganz so simpel ist es dann eben doch nicht…).
Mich würde interessieren: Rebalanced hier jemand wirklich aktiv mit Gold? Oder läuft das bei den meisten einfach passiv über Sparraten?
Ich interessiere mich fĂĽr den Gold ETF CH0106027193, habe ihn aber noch nicht gekauft. Der Wert ist ja sehr stark gestiegen im letzten Jahr und aktuell ist er etwas gesunken wieder. Daher bin ich gerade in der Beobachtungsphase bevor ich zuschlage.
Ich plane ca. 4% meiner Investmentsumme fĂĽr diesen ETF einzusetzen. Monatlich Rebalancieren werde ich ganz bestimmt nicht, dazu ist mir meine Zeit zu wertvoll .
Aktuell habe ich kein Gold in meinem Portfolio. Wenn ich mit dem Kauf starte, werde ich das über den Sparplan monatlich machen und gleichzeitig rebalancieren, dass heisst, beim Einkauf die nötigen prozentualen Anteile kaufen, so kaufe ich immer etwas günstiger ein. Aktuell halte ich lieber noch etwas Cash. Übrigens habe ich den gleichen Gold ETF wie du gewählt.
In der Entnahmephase mache ich es umgekehrt, verkaufe was gut gelaufen ist und halte was im Tief ist.
Monatlich zu rebalancieren durch Verkauf und Kauf scheint mir nicht sinnvoll. Die Handelskosten welche die Studie erwähnt, sind in meinem Portfolio (noch) nicht realistisch.