Per Zufall habe ich in der Vermögensansicht von Valiant auf dem Mobile Phone unten den Eintrag âKonten von anderen Banken hinzufĂŒgen und verwaltenâ gesehen.
NatĂŒrlich angeklickt, AGBs bestĂ€tigt und tatsĂ€chlich erscheint eine ganze Liste von Schweizer Banken mit denen dort verfĂŒgbare Konti verknĂŒpft werden können. Hab es dann doch nicht gemacht.
Der Sinn ist scheinbar die zentrale Ăbersicht ĂŒber verschiedene Banken hinweg, also auch das Sparkonto bei Bank X und noch ein Konto bei Y. Im Grundsatz eine Supersache, oder?
Wer hat das schon gemacht? Erfahrungen? WĂŒrdet ihr das machen, oder ist das doch nicht in eurem Sinne (Kundenberater weiss noch mehr, Sicherheitsbedenken, etc.)?
Eine kurze Recherche hat mir gezeigt, dass das offensichtlich recht neu ist (bei einigen Banken in der Liste steht âdemnĂ€chst verfĂŒgbarâ) und der Austausch ĂŒber einen âbLinkâ der SIX lĂ€uft.
Als exzessive Sparkonti Userin habe ich hier ein Konto, dort ein Konto und da und da und da auch noch. Jedoch habe ich nie eine App vermisst, die mir alles vereint anzeigt. Excel reichte mir da.
Mit dem neu eingeschlagenen Weg durch das Mitmachen am Finanzfahrplan nutze ich Portfolio Performance. Und vor allem löse ich meine Sparkonti nach und nach auf, um endlich mal mehr aus meinem Geld zu machen (ETFâs).
Fazit: Weder frĂŒher noch in absehbarer Zukunft wĂ€re dieses Multibanking etwas fĂŒr mich persönlich.
Sehr interessant, ist keine schlechte Sache. Auf einem Konto einloggen und Ăbersicht ĂŒber alle Konten zu haben von verschiedenen Banken, ist sicherlich eine effiziente Sache. Aktuell verliere ich ein Haufen Zeit mit dem Suchen der Passwörter.. Gruss
Verstehe ich. Gerade wegen deiner geschĂ€tzten Antwort wieder einmal Portfolio Performance gestartet und den nötigen Update installiert. Ich benutze es selten und ohne die Kontokorrent und Sparkonti, sondern nur fĂŒr die Wertschriften. Muss ich vielleicht mal ĂŒberdenken und nachtragen, jetzt wo es dann grau und kalt wird draussen, könnte ich da was verbessernâŠ
Finanzfabio ist mit der Bluebudget App auch an diesem Thema dran. Die Schweiz hat im Gegensatz zu unseren NachbarlĂ€ndern nach wie vor kein Openbanking. Dass die Valiant dies bereits anbietet, wusste ich nicht, freut mich aber zu hören. Wenn sich ein âOpenbanking Standardâ durchsetzt wird es spannende Möglichkeiten geben, seine Finanzen ĂŒber verschiedenen Banken / Kreditkarten / Finanzplattformen hinweg zu âmanagenâ.
BezĂŒglich deiner Bedenken wird dir die Valiant sicher weiterhelfen können. Meine Info dazu ist, das die âAnbindungâ nur Leserechte auf die Finanzdaten deiner anderen Bankkontos hat.
Ich bin echt gespannt auf die spannenden Möglichkeiten, die in den nÀchsten Monaten kommen.
Ja, sehr interessant. Viele Banken machen mit. Dieser âbLinkâ der SIX dĂŒrfte der Standard sein. In Zukunft sollte sogar möglich sein, eine Zahlung aufzugeben, die bei einer anderen Bank ausgefĂŒhrt wird. Dasselbe fĂŒr WertschriftenauftrĂ€ge. Steht zumindest so auf der entsprechenden Page der SIX: bLink â Die Schweizer Open Banking Plattform | SIX
Um eine Ăbersicht aller Konti und Investitionen zu haben war ich mal YNAB Nutzerin, bin dann zu Actual Budget gewechselt und jetzt bei Wealth Position. Anders als Portfolio Performance kostet die App etwas, ist fĂŒr mich jedoch optisch ansprechend und hilft mir auch mein Budget im Blick zu haben.
Bin schon sehr gespannt auf die BlueBudget App von Finanz Fabio, wenn das mit der Anbindung von allen oder den meisten CH Banken klappt, wÀre das endlich mal ein Fortschritt in der CH Bankenlandschaft!
GeschĂ€ftlich nutzen wir bLink z.B fĂŒr die Einbindung unseres Kontokorrents bei einem Anbieter, der zusammen mit unserem Rechnungstool eine Ăbersicht unserer LiquiditĂ€t basierend auf gestellten Debitoren und Kreditoren erstellt. Das einzige was diese Verbindung in unserem Fall kann ist quasi den aktuellen Kontosaldo melden. Bei anderen Multibanking-Angeboten wird es wohl in Ă€hnlich restriktive Richtung gehen, aber sicher weiss ich es nicht.
Bei GeschĂ€ftskonten ist all das schon viel weiter. Ist nur der Druck höher oder verdienen die Banken daran? Jedenfalls haben sie bei Privatkonten lange gebremst, aber sobald die ersten Angebote stehen, mĂŒssen andere fast nachziehen.
Aus GesprĂ€chen mit Fabio weiss ich aber, dass gar nicht alle technisch in der Lage sind âŠ
Zwei Punkte aus dem Artikel, die ich besonders spannend finde:
75 % der Schweizer haben 2+ Bankbeziehungen â das Potenzial ist also riesig. Aber: Raiffeisen und Migros Bank fehlen noch komplett im Ăkosystem. Solange die nicht dabei sind, bleibt Multibanking fĂŒr viele ein halbes Erlebnis.
Und der eigentlich spannende Punkt: Multibanking ist nur der Anfang. Sobald der Datenzugang steht, können Anbieter darauf aufbauen â z. B. eine GesamtĂŒbersicht ĂŒber Vorsorge, Vermögen und Konten an einem Ort. Das wird dann der echte Game-Changer.